Heike Makatsch - Filmografie - Schwesterherz




Filmdaten
Darsteller: Heike Makatsch, Anna Maria Mühe
Regie: Ed Herzog
Genre: Drama
Produktion: Deutschland 2006, Egoli Tossell Film
Länge: 94 min
Drehbuch: Heike Makatsch & Johanna Adorján
Kinostart: 6. Dezember 2007
Kinobesucher: ca. 0,008 Mio
Inhalt

Die Musikmanagerin Anne (Heike Makatsch) scheint ein tolles spannendes und aufregendes Leben zu führen. Ein Anfall von Geschwisterliebe beschert Ihr und Ihrer Schwester Marie (Anna Maria Mühe) einen Urlaub, der offen legt ob Prada wirklich das wichtigste im Leben einer jungen Frau ist...
Trivia

Heike Makatsch schrieb mir Johanna Adorján ihr erstes Drehbuch.
Homepage: http://www.schwesterherz-derfilm.de



Eine kurze Erklärung zu SCHWESTERHERZ von Heike Makatsch

Ich habe mit Johanna Adorján dieses Drehbuch geschrieben, weil wir glauben, dass Annes Geschichte eine ehrliche Deskription der Problematik einer neuen Generation ist. Der Generation, die sich jeglicher Weiterentwicklung entzieht, da die Konservierung der Jugend als wertvollstes Gut gehandelt wird.

Diese Generation lebt in einer Zeit der kapitalistischen Hochphase, in der die Arbeitslosigkeit Angst und Unsicherheit verbreitet. Und in der die Industrie (egal welcher Art) falsche Bedürfnisse in den Menschen wecken muss, um überhaupt noch Konsuminteresse aufrechterhalten zu können - Anne ist Teil dieser Industrie, sie schafft diese Bedürfnisse und gleichzeitig ist sie die Empfängerin. Auch sie erkennt nicht, was sie wirklich braucht.

Ich kann von mir selbst sagen, dass ich mich und viele Freundinnen in der Figur der Anne wieder erkenne und mir häufig wünschte, dass Filme sich trauen würden, dieses Thema - die fehlende Identität für Frauen nach dem Mädchensein - aufzugreifen. Richtig spannend finde ich eine Heldin wie Anne, der vielleicht nicht von Beginn an alle Sympathien zufliegen. Wie sollen sie auch, wo diese Frau doch auf einem komplett falschen Dampfer ist, ohne es sich selbst eingestehen zu wollen, die man jedoch durch Mitgefühl und Identifikation während des Films lieben lernt. Wir sind doch alle auch mal hässlich, verkrampft, hysterisch, nörglerisch, unsicher, so wie Anne - und trotzdem sind wir die Helden unseres Lebens.

Für mich als Schauspielerin sehe ich in dem Projekt SCHWESTERHERZ die Chance, eine Frau zu verkörpern, die als Identifikationsfigur fungiert. Und ich hoffe natürlich, dass der Zuschauer zum Denken und Fühlen angehalten wird, so dass auch er die Kraft für Veränderungen und radikale Entschlüsse in sich findet. Dann hätten wir mit dem Film genau das erreicht, was ich letztendlich als Aufgabe einer jeden Unterhaltung sehe.


Bilder des Films

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